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Sketch Bibel

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Versuchung Jesu in der Wüste | Mk 1, 12-15 | Sketch-Bibel #54

Veröffentlichung:18.2.2021

Die Versuchung Jesu in der Wüste. 40 Tage lang – ähnlich wie Mose oder Elija – verharrt Jesus in der Trostlosigkeit und Einsamkeit der Wüste. Die Wüste ist ein Bild der Leere und damit auch eine Möglichkeit tiefer Erfahrung.

Markus schreibt: „Jesus wurde vom Satan in Versuchung geführt und lebte mit den wilden Tieren.“ Für mich heißt das: Jesus hat sich seiner eigenen Wirklichkeit gestellt – auch dem reinen, animalischen Überlebenswillen. Er hat das Wilde und Ungezähmte frei gelassen. Er hat nichts verdrängt oder verleugnet, sondern im Gegenteil: Er ist eins geworden mit seinen inneren Regungen. Er hat mit ihnen Frieden geschlossen! Weder bekämpft er sie, noch lässt er sich von ihnen treiben.

Das Video deutet die Versuchung Jesu in der Wüste nach dem Markusevangelium. Die Wüste wird dabei nicht nur als geografischer Ort beschrieben, sondern als innerer Erfahrungsraum, in dem Einsamkeit, Leere und existenzielle Fragen aufbrechen. In dieser Situation begegnet Jesus Versuchungen und lebt zugleich „mit den wilden Tieren“, was symbolisch für die Auseinandersetzung mit den eigenen inneren Kräften und Instinkten steht. Das Medium interpretiert diese Szene als Prozess der Selbstbegegnung und der Annahme von Licht und Schatten im eigenen Leben. Die dienenden Engel verweisen schließlich auf die Erfahrung von getragen sein und Vertrauen in eine tiefere göttliche Wirklichkeit.

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Didaktisch bietet das Video einen besonders tiefgehenden Zugang zu existenziellen Themen wie Selbstreflexion, Versuchung und innerer Entwicklung. Als Einstieg kann die Symbolik der Wüste aufgegriffen werden, indem Lernende eigene Vorstellungen oder Erfahrungen mit Rückzug, Stille oder Überforderung beschreiben. In einer Erarbeitungsphase kann der biblische Text analysiert und die Bedeutung von Symbolen wie Wüste, Tiere und Engel erschlossen werden. Methodisch eignen sich ruhige und reflektierende Zugänge wie Schreibimpulse, etwa ein innerer Monolog aus der Perspektive Jesu, oder das Gestalten von Bildern zu eigenen inneren Landschaften. Auch Gespräche über den Umgang mit eigenen Schwächen und Herausforderungen können angeregt werden. Wichtig ist dabei, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem persönliche Gedanken geäußert werden können. Ziel ist es, dass Lernende die Wüstenerfahrung als Möglichkeit verstehen, sich selbst besser kennenzulernen und einen konstruktiven Umgang mit den eigenen inneren Spannungen zu entwickeln.

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