Die Versuchung Jesu in der Wüste. 40 Tage lang – ähnlich wie Mose oder Elija – verharrt Jesus in der Trostlosigkeit und Einsamkeit der Wüste. Die Wüste ist ein Bild der Leere und damit auch eine Möglichkeit tiefer Erfahrung.
Markus schreibt: „Jesus wurde vom Satan in Versuchung geführt und lebte mit den wilden Tieren.“ Für mich heißt das: Jesus hat sich seiner eigenen Wirklichkeit gestellt – auch dem reinen, animalischen Überlebenswillen. Er hat das Wilde und Ungezähmte frei gelassen. Er hat nichts verdrängt oder verleugnet, sondern im Gegenteil: Er ist eins geworden mit seinen inneren Regungen. Er hat mit ihnen Frieden geschlossen! Weder bekämpft er sie, noch lässt er sich von ihnen treiben.
Das Video deutet die Versuchung Jesu in der Wüste nach dem Markusevangelium. Die Wüste wird dabei nicht nur als geografischer Ort beschrieben, sondern als innerer Erfahrungsraum, in dem Einsamkeit, Leere und existenzielle Fragen aufbrechen. In dieser Situation begegnet Jesus Versuchungen und lebt zugleich „mit den wilden Tieren“, was symbolisch für die Auseinandersetzung mit den eigenen inneren Kräften und Instinkten steht. Das Medium interpretiert diese Szene als Prozess der Selbstbegegnung und der Annahme von Licht und Schatten im eigenen Leben. Die dienenden Engel verweisen schließlich auf die Erfahrung von getragen sein und Vertrauen in eine tiefere göttliche Wirklichkeit.